WKN
Die WKN ist eine eindeutige Kennnummer für Wertpapiere und steht für Wertpapierkennnummer. Sie dient dazu, einzelne Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fondsanteile voneinander zu unterscheiden und schnell identifizierbar zu machen.
Was ist die WKN genau?
Die WKN ist ein sechsstelliger alphanumerischer Code, der in Deutschland für die Identifizierung von Wertpapieren verwendet wird. Stell sie dir wie einen Personalausweis für Finanzprodukte vor. Jedes Wertpapier, das an einer deutschen Börse gehandelt wird oder in einem deutschen Depot verwahrt werden kann, hat in der Regel eine eigene WKN.
Aufbau der WKN:
- Die WKN besteht aus sechs Zeichen.
- Diese können sowohl Zahlen als auch Buchstaben sein.
- Es gibt keine feste Struktur für die Vergabe der Zeichen, sie werden meist sequenziell vergeben.
Beispiel: Nehmen wir die Aktie der Deutschen Telekom. Ihre WKN ist 555750. Egal, ob du sie bei deiner Bank, in einer Finanzpublikation oder an der Börse suchst, dieser Code weist immer auf genau dieses Wertpapier hin.
Unterschiede zur ISIN
Oft wird die WKN im gleichen Atemzug mit der ISIN (International Securities Identification Number) genannt. Der Hauptunterschied ist der räumliche Geltungsbereich:
- Die WKN (Wertpapierkennnummer) ist primär ein nationales deutsches System.
- Die ISIN (International Securities Identification Number) ist ein internationaler Standard zur Identifizierung von Wertpapieren.
Jedes Wertpapier hat heute neben seiner WKN auch eine ISIN. Die ISIN ist länger und hat einen Länderpräfix, zum Beispiel DE0005557508 für die Deutsche Telekom. Die WKN ist quasi ein nationaler Kurzcode zur ISIN.
Verwendung der WKN
Die WKN kommt in verschiedenen Bereichen zum Einsatz:
- Im Depot: Wenn du ein Wertpapier in deinem Online-Broker suchst oder eine Order platzieren möchtest, kannst du die WKN eingeben, um das gewünschte Wertpapier zu finden.
- In Finanznachrichten: Online-Portale oder Finanzzeitschriften geben zu Aktien oder Fonds oft die WKN an, um eine schnelle Referenz zu ermöglichen.
- Bei der Recherche: Wenn du Informationen zu einem speziellen Wertpapier suchst, ist die WKN ein schnelles und zuverlässiges Recherchetool.
- Bei der Abwicklung von Transaktionen: Banken und Börsen nutzen die WKN intern für die korrekte Zuordnung und Abwicklung von Käufen und Verkäufen.
Wichtigkeit: Ohne eine eindeutige Kennnummer wäre der Handel mit Wertpapieren chaotisch. Stell dir vor, es gäbe mehrere Aktien mit dem gleichen Namen – die WKN verhindert Verwechslungen und sorgt für eine reibungslose Abwicklung.
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